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Bei der Jahreshauptversammlung der CSU Herzogenaurach wurde der Ortsvorstand komplett erneuert.
Antje Körner löste Kurt Zollhöfer an der Spitze ab. Sie will den Übergang in eine neue Generation mitgestalten.
Nächstes Ziel ist die Kommunalwahl 2020.

Der Politik stehen zwei Jahre ohne Wahlkampf bevor — das will die CSU nutzen. In ihrer Jahreshauptversammlung in der Brauereistube Heller hat die Partei ihren Ortsvorstand komplett erneuert. Neue Vorsitzende ist Antje Körner, bisherige Schatzmeisterin und frühere Kreisrätin. "Ich will den Übergang in die nächste CSU-Generation mitgestalten", sagte die 53-Jährige im FT-Gespräch.
Damit hat die CSU in Herzogenaurach erstmals eine Frau an der Parteispitze. Und auch bei den drei neuen Stellvertretern setzt der Ortsverband auf weibliche Stärke. Andrea Nahr (42) wurde hier ebenso gewählt wie ihre männlichen Kollegen Oliver Reitinger (42) und Konrad Körner (22). Dieses Trio löst die bisherigen Stellvertreter Ruthild Schrepfer, Frank Gäbelein und Markus Burkhardt ab.
Durchschnittsalter: 41 Jahre
Auch Kurt Zollhöfer (sechs Jahre Ortsvorsitzender, zuvor vier Jahre Stellvertreter) blies zum Aufbruch. "Es gilt, die wahlfreie Zeit bis 2017 zu nutzen", sagte er in seiner Abschiedsrede. Die CSU müsse sich intern noch besser organisieren und frühzeitig die Weichen für die Kommunalwahl 2020 stellen. "Da wollen wir besser abschneiden als 2014." In dem neu gewählten Team (Durchschnittsalter 41 Jahre) sieht Zollhöfer, der nicht mehr kandidierte, ein "großes Potenzial für die Zukunft". Er begrüßte den Generationswechsel in vielen Funktionen.
Die neue Vorsitzende Antje Körner versteht sich mit 53 Jahren auch als Bindeglied zwischen den älteren Politikern und dem Nachwuchs. Im Ortsvorstand sind vier Mitglieder der Jungen Union, aber auch die erfahrenen Stadträte Kurt Zollhöfer und Walter Drebinger gehören als Beisitzer dazu. Alle Gewählten erhielten mindestens 29 von 32 gültigen Stimmen, der Großteil wurde sogar zu hundert Prozent gewählt, so auch die Chefin.
Erfahrene Wegbegleiter
"Hab ich denn eine Chance, Nein zu sagen?" Dieser Gedanke sei ihr zunächst gekommen, sagte Antje Körner. Doch je mehr sie nachgedacht habe, umso klarer sei das Bild geworden. Schließlich stamme sie aus einer christsozialen Familie. "Ich hatte mit Horst einen durch und durch politischen Mann an meiner Seite", stellte die Witwe des früheren Fraktionsvorsitzenden fest. "Da saß die Politik mit am Esstisch."
Auch ihr Sohn Konrad (Stadtrat) und ihre Tochter Eva sind in der CSU aktiv. Letztlich habe sie das Amt gereizt, stellte Körner fest und sprach ein klares "Ja, ich will". Jetzt wolle sie daran mitarbeiten, ein schlagkräftiges und eingespieltes Team auf die Beine zu stellen. " Wir müssen jetzt eine neue CSU-Generation aufbauen." Verlassen könne sie sich in den nächsten beiden Jahren auch auf Wegbegleiter im Vorstand, die auch schon bisher aktiv gewesen seien.
Stimmung ist gut
Dass die Stimmung trotz der nicht zufriedenstellenden Ergebnisse bei den letzten beiden Kommunalwahlen in Partei und Fraktion gut sei, das konnte man den Jahresberichten entnehmen. Im Stadtrat habe man sich wiederholt mit Anträgen eingebracht, erläuterte Walter Drebinger. Doch der Bürgermeister und die Verwaltung hätten oftmals keinen Handlungsbedarf gesehen, wie beispielsweise bei der Forderung nach einem weiteren Ausbau des Hans-Ort-Rings. "Wir mussten uns wie immer beugen", so Drebinger. Sein junger Stadtratskollege Konrad Körner meinte, die CSU müsse den Weg des grundlegenden Wiederaufbaus gehen.
Große Koalition im Kreistag
Simon Dummer, neuer JU-Vorsitzender, hielt seine erste Rede. Er appellierte an seinen Vorgänger Konrad Körner, bei allem politischen Ehrgeiz doch auch den Beruf nicht zu vergessen. Das brachte ihm ein zustimmendes Nicken von Konrads Mutter Antje ein.
Hans Lang sprach aus dem Kreistag und hob hervor, dass man mit der großen Koalition von CSU und SPD die Freien Wähler ins Abseits gedrängt habe. Dass sie nicht mehr viel zu sagen hätten, sei dem Höchstadter Bürgermeister Gerald Brehm auf den Magen geschlagen. Auch Kreisrat und Landtagsabgeordneter Walter Nussel wollte die FW-Fraktion bei ihrer Ablehnung der Stadtumlandbahn nicht verstehen. Das Wahlversprechen sei anders gewesen. Hans Lang sprach außerdem ein interfraktionelles Lob für den ehemaligen SPD-Stadtrat Konrad Eitel aus, der sich sehr engagiert für die Flüchtlinge in Herzogenaurach eingesetzt habe. Der Landkreis habe diese Aufgabe gut bewältigt, bescheinigte Lang.
Frauen-Union mit Sorgen
Ruthild Schrepfer äußerte als Vorsitzende der Frauen-Union Sorgen. Man habe einige junge Damen zur Mitarbeit bewegen können, die aber ebenso schnell wieder verschwunden seien. "Wenn Männer dazukommen", werde es schwierig mit der Politik, sagte sie. Auch gebe es viele Frauen, die sich nur schwer in die Arbeit einer Partei einfinden würden. "Darüber müssen wir diskutieren", sagte Schrepfer. Gerade angesichts des bevorstehenden 30. Geburtstags der FU in Herzogenaurach.
Hinsichtlich der Zukunft der Partei stellte auch Schrepfer fest: "Es wird Zeit für einen Generationswechsel."
Kommentar von Bernhard Panzer:
Aufbau mit Bedacht
W as will die CSU auch sonst machen? Da gibt es einen Bürgermeister der SPD, der nicht nur fest im Sattel sitzt, sondern das auch noch mit sensationellen Wahlergebnissen geschafft hat. Wenn German Hacker, der gerade mal 46 Jahre jung ist, nichts Schlimmes anstellt, ist der Bürgermeistersessel für die CSU in weite Ferne gerückt. Und das auf lange Zeit. Die SPD hat 38 Jahre warten müssen, bis sie das Rathaus erobern konnte.
So lange soll es für die CSU nicht werden. Und schon 2020 will man sich wenigstens im Stadtrat wieder verstärkt präsentieren. Damit nicht weiterhin fast jeder Antrag von der dem Bürgermeister (ange)hörigen Mehrheit abgeschmettert wird. Also braucht die CSU einen Neustart.
Mit der Vorstandswahl wurde ein erster Schritt gemacht. Eine Frau im besten Alter, aus einer politischen Familie stammend und als Mutter im Ausgleich geübt, soll es richten, dass in der Partei Alt und Jung sich zu einer homogenen Familie zusammenfinden. Den jungen Wilden rund um den ehrgeizigen Jungstar Konrad Körner stehen erfahrene Kommunalpolitiker zur Seite. Eine Mischung, wie sie für einen Aufbau Erfolg versprechen sollte.
Dass die Vorsitzende Antje gleichzeitig die Mutter des aufstrebenden Neustadtrats Konrad ist, kann nur nutzen. Denn der 22-Jährige braucht gelegentlich jemand, der ihn nicht nur bremst, sondern auf den er auch hört. Wer weiß, vielleicht ist er in 20 Jahren dann ein Ernst zu nehmender Kandidat fürs Rathaus. Wenn German Hacker in Rente geht. Dann ist auch Körner im besten Alter.
Quelle: FT vom 14.03.2015
(http://www.infranken.de/regional/erlangenhoechstadt/Herzogenauracher-CSU-baut-eine-neue-Generation-auf;art215,982680)
Auszug aus Newsletter," Aus dem Maximilianeum", Bayerischer Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, MdL,
Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann zur Stadt-Umland-Bahn Nürnberg-Erlangen-Herzogenaurach "Staatsregierung steht hinter Stadt-Umland-Bahn - Freistaat prüft Aufstockung der Förderung um zehn Prozent" 
Die von den Städten Erlangen und Nürnberg sowie dem Landkreis Erlangen-Höchstadt geplante Stadt-Umland-Bahn (StUB) soll Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach miteinander verbinden, zur besseren Erschließung und Verbindung der Hochschulstandorte Erlangen und Nürnberg beitragen und gleichfalls zahlreiche Unternehmensstandorte in der Region bedienen. "Die Staatsregierung steht hinter der StUB. Denn wir erkennen die besondere verkehrliche Bedeutung dieses Projektes für die Menschen und die Wirtschaft in der Metropolregion Nürnberg. Deshalb prüfen wir eine Aufstockung unserer staatlichen Förderung um zehn Prozent der zuwendungs-fähigen Kosten. Damit würde die Förderung um 25 Millionen Euro steigen, der Eigenanteil der drei Kommunen würde sich von 117 Millionen Euro auf 92 Millionen Euro verringern", sagte Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann bei einer Pressekonferenz in Erlangen. Außerdem habe Herrmann seine Verkehrsabteilung gebeten, eine Änderung des landesgesetzlichen Förderrahmens dahingehend zu prüfen, die Kosten für einen straßenbündigen Gleisverlauf zuwendungsfähig zu machen.
Die Kosten der StUB belaufen sich auf rund 365 Millionen Euro, davon sind 320 Millionen reine Baukosten. Für die zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von rund 253 Millionen Euro hatte der Bund eine Förderung von 60 Prozent aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungs-Bundesprogramm in Aussicht gestellt. Weitere 20 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten sollen nach dem landeseigenen Finanzausgleichsgesetz gefördert werden.
Nach den aktuell gültigen Förderrichtlinien sind nur solche Streckenabschnitte zuwendungsfähig, die auf einem unabhängigen Gleiskörper, also separat vom Straßenverkehr, verlaufen.
Im Ergebnis würde ein Eigenanteil an den Baukosten von 117 Millionen Euro bei den drei Kommunen verbleiben, der sich nun durch zusätzliche Fördermittel des Freistaats um 25 Millionen Euro verringern soll.
Die Staatsregierung hatte sich darüber hinaus beim Bund dafür eingesetzt, das Förderkriterium des unabhängigen Gleiskörpers zu streichen. Denn in Anbetracht der heutigen Möglichkeiten der Verkehrstelematik sei dies nicht mehr zeitgemäß. Straßenbahnen können dank Vorrangschaltungen an den Kreuzungen auch im Straßenraum attraktive Fahrtzeiten erzielen. Leider hatte der Bund die Lockerung aus rechtlichen Gründen abgelehnt. Auf Landesebene wird auf Initiative des Ministers die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft. Sollte es zu einer Änderung kommen, könnten die Kommunen durch den Freistaat bei der Finanzierung der Stadt-Umland-Bahn noch zusätzlich um bis zu 20 Millionen Euro entlastet werden.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Wir haben in den vergangenen sechs Jahren konstruktive Arbeit zum Wohle unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger geleistet.
Wir haben jede Chance genutzt, mit Kontinuität, Weitblick und Entschlossenheit Politik für Bürgerinnen und Bürger und die Stadt Herzogenaurach zu gestalten.
Wir haben erreicht, dass die von der rot-grünen Stadtratsmehrheit ohne Not beschlossene Grundsteuererhöhung zurückgenommen wurde.
Wir haben wichtige Projekte auf den Weg gebracht:
Wir haben wichtige Projekte gestaltet:
Wir haben Ihre Vorschläge, was Ihnen für die Stadt „am Herzen" liegt und wo Sie der „Schuh drückt", soweit wie möglich in unserem Wahlprogramm berücksichtigt.
Wir orientieren uns an den Markenzeichen christlich-sozialer Politik:
Dem Christlichen Menschenbild, der Familie als Fundament unserer Gesellschaft, der Selbstverantwortung in Solidarität und Subsidiarität und der
Bewahrung der Schöpfung. Wir wollen diese Werte auf kommunaler Ebene umsetzen. Dort wo Politik ganz nah am Menschen geschieht, wollen wir auf der Grundlage dieser Werte gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen verantwortungsvoll gestalten.
Wir wollen die Zukunft von Herzogenaurach menschlich, sozial und fortschrittlich gestalten.
Wir werden Bewährtes erhalten und neue Herausforderungen entschlossen angehen.
„WIR GESTALTEN ZUKUNFT GEMEINSAM!“ – CSU-Wahlprogramm 2014-2020
Wir wollen HERZOGENAURACH STÄRKEN! Wir wollen dies mit Ihnengemeinsam tun.
Wir haben uns mit diesem Wahlprogramm erneut eine Vielzahl an Aufgaben zu Ihrem Wohle und für unsere Stadt vorgenommen. Mit Tatkraft und Energie werden wir dafür sorgen, dass sie verwirklicht werden.
„WIR GESTALTEN ZUKUNFT GEMEINSAM!“
Wahlprogramm der CSU Herzogenaurach 2014-2020plus
für die Kommunalwahl am 16. März 2014
Unsere Stadt benötigt optimale Rahmenbedingungen für ihre Bürgerinnen und Bürger zum Leben, Wohnen, Arbeiten, für den wirtschaftlichen Erfolg aller Unternehmen und die kommunalen Finanzen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern und einem intensiven Diskussionsprozess mit den CSU-Stadtratsbewerbern für die Kommunalwahl am 16. März 2014 hat die CSU-Herzogenaurach dieses Wahlprogramm beschlossen.
Wenn Sie dazu Fragen, Anregungen haben, Kritik loswerden wollen oder mit mir Kontakt aufnehmen möchten, dann erreichen Sie mich unter
Mobil: 0151 / 5219489
Facebook.com/matthias.duethorn
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Ihr
Matthias Düthorn
CSU-Bürgermeisterkandidat