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Freitag, 21 November 2008 12:18

Anfrage Sozialraumanalyse des Landkreises

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
am vergangenen Montag wurde die kleinräumige Bevölkerungsprognose und Sozialraumanalyse des Landkreises ERH im Sitzungssaal vorgestellt. Neben sehr allgemeinen Aussagen zu Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur wurde der "Sozialstatus" des Landkreises mit überdurchschnittlich gut beurteilt. Arbeitslosenquote, AL-II-Empfänger, Empfänger von Leistungen der Jugendhilfe und Jugendkriminalität weisen deutlich unterdurchschnittliche Werte auf, wohingegen das Pro-Kopf-Einkommen überdurchschnittlich hoch liegt. Die Jugendarbeit im Landkreis einschließlich der Aktivitäten der Gemeinden wird positiv beurteilt. Die Scheidungsrate im Landkreis liegt dagegen auf Rangziffer 1 in Bayern. Mögliche Effekte der sich abzeichnenden Rezession sind in den vorgelegten Daten nicht berücksichtigt.
Erfreulicherweise sind weder für den Landkreis noch für die Stadt Herzogenaurach auffällige soziale Brennpunkte festzustellen.
Herzogenaurach weist einen deutlichen Schwerpunkt bei den Alleinerziehenden auf. Für die unter Dreijährigen hat das Jugendamt des Landkreises bis 2013 eine "Deckungslücke" von 84 Plätzen errechnet, um die vom Bundesfamilienministerium vorgegebene Betreuungsquote von 35% zu erreichen. Bis 2025 werden statistisch 546 zusätzliche Pflegebedürftige in der Altersgruppe der über 80jährigen erwartet. Da am Montag hierzu offensichtlich Unklarheit bestand - sind bei diesen Bedarfszahlen in Herzogenaurach vorhandene Kapazitäten bereits berücksichtigt oder handelt es tatsächlich um einen offenen Bedarf?
Das Kreisjugendamt hat die Absicht bekundet, die Kooperation mit den Schulen zu verstärken. Welche Maßnahmen sind hier konkret beabsichtigt?
Ebenfalls wurde vorgeschlagen, mehr "generationenübergreifende" Projekte zu realisieren. In der Diskussion wurde deutlich, daß hier für die Stadt nur begrenzte Einflußmöglichkeiten bestehen.
 
Nach Aussage des Kreisjugendamtes können absolute Zahlen (z.B. die Zahl der Alleinerziehenden) aus Datenschutzgründen nicht herausgegeben werden. Aus Indexzahlen, die sich auf einen Landkreisdurchschnitt beziehen, lassen sich kaum sachdienliche Handlungsempfehlungen ableiten.
Bei der Vorstellung anwesende Vertreter der Herzogenauracher Schulen haben den Wunsch geäußert, in vergleichbarer Weise auch eine "Bildungsraumanalyse" vorzunehmen, um die Daten als Hilfestellung bei der Anpassung oder Ergänzung von Bildungsangeboten (Schulen, VHS) verwenden zu können.
Wir bitten darum, Handlungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten auf einer der nächsten Sitzungen des Stadtrates zu erörtern.
Mit freundlichen Grüßen
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Dr. Horst Körner
 
Fraktionsvorsitzender

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die CSU stellt folgenden Antrag:

 

Die Stadt Herzogenaurach beantragt beim Landkreis Erlangen-Höchstadt, den Durchgangsverkehr für LKW ab 7,5 t in der Peter-Fleischmann-Straße zu sperren.


Begründung:

Die Peter-Fleischmann-Straße wird in stark zunehmenden Maß von LKW als Mautumgehung und Durchgangsstraße genutzt.
Da es in dieser Straße teilweise keine oder nur unterbrochene Gehwege gibt, kommt es immer wieder zu kritischen Situationen.
Dies ist besonders beachtenswert, da diese Straße auch von Schülern und Fußgängern genutzt wird um zur Schule, Läden und Nahverkehrsverbindungen zu gelangen.
Viele Anfragen der Bevölkerung führen zu diesem Antrag  zur Verkehrsbeschränkung.

 

Mit freundlichen Grüßen


Renate Frötsch                                                                                             Daniel Conrads

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
nach mehreren Gesprächen mit Vertretern der Anwohner, des Elternbeirats und der Kirchenverwaltung vor Ort und Abwägung aller Handlungsmöglichkeiten hat sich für uns gezeigt, daß lediglich eine Veränderung der Situation auf dem Parkplatz vor dem Kindergarten selbst zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit führen kann.
park_kiga_ederg.jpgEine sinnvolle Lösung wäre u.E., eine Zu- und Abfahrt von der Edergasse bzw. auf den Rahmberg (vorhanden) zu schaffen, die Anordnung der Parkplätze zu verändern ("schräge Anordnung") und eine Kurzzeitnutzung für Eltern für An- und Abfahrt zu ermöglichen. Dazu wäre auch eine Zugangsmöglichkeit direkt vom Parkplatz aus zum Kindergarten zu schaffen und der untere, kleine Zugang von der Edergasse zum Kindergarten zu schließen, um die Nutzung der neuen Zugangsmöglichkeit zu befördern. Über diese Möglichkeiten haben Sie und Vertreter der Stadtverwaltung sich bereits selbst vor Ort einen Überblick verschaffen können.
Der Parkplatz selbst ist im Eigentum des Kindergartenträgers (Pfarrei St. Magdalena/katholische Kirchenverwaltung). Der Träger wäre zu entsprechenden baulichen Maßnahmen bereit, sofern eine Kostenübernahme v.a der baulichen Maßnahme durch die Stadt möglich wäre. Die anfallenden Baukosten werden auf etwa 5 TEUR geschätzt.
Eine Umgestaltung der Parkplatzsituation mit direkter Zugangsmöglichkeit zum Kindergarten findet unsere Unterstützung. Da es sich hier nicht um öffentlichen Straßenraum handelt, ziehen wir unseren Antrag vom 1.8.2008 hiermit zurück. Weitere bauliche oder verkehrslenkende Maßnahmen werden von uns nicht angestrebt.
Wir bitten deshalb die Stadt Herzogenaurach, mit dem Träger Gespräche aufnzunehmen, das weitere Vorgehen und bauliche Details abzustimmen und eine großzügige Bezuschussung bzw. Kostenübernahme dieser Maßnahme wohlwollend zu prüfen.
 

Mit freundlichen Grüßen

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Dr. Horst Körner, Fraktionsvorsitzender   Walter Drebinger, Stadtrat
                                                                                                                                                                          
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