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Planungen jetzt zügig vorantreiben!
Nach dem positiven Bürgerentscheid zur Stadt-Umland-Bahn in der kreisfreien Stadt Erlangen erklären die Ortsvorsitzende der CSU Herzogenaurach Antje Körner und der Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion Bernhard Schwab:
"Erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass die Stadt Erlangen einem Jahrhundertprojekt wie der Stadt-Umland-Bahn aufgeschlossen gegenübersteht. Wir freuen uns nun darauf, endlich in die Planungen für dieses Projekt einsteigen zu können. Natürlich ist uns die Kritik an diesem Projekt in der Stadt Erlangen und dem Landkreis bewusst, wichtig ist aber nun, für eine wirklich fundierte Entscheidung die Planungen voranzutreiben.
Die CSU wird produktiv an den weiteren Planungen mitwirken. Die Stadtratsfraktion ist mit Stadtrat Konrad Körner in der Verbandsversammlung des nun zu gründenden Zweckverbandes vertreten und wird die Planungen konstruktiv kritisch verfolgen."
Foto: © vgn
Der CSU OV Herzogenaurach hat sich in seiner Sitzung vom 14.07.2015 ausführlich mit der aktuellen Asyl- und Flüchtlingssituation beschäftigt und anschließend einstimmig die von der CSU- Landesleitung vorgeschlagene, im letzten Punkt leicht modifizierte Musterresolution beschlossen: Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass z.B. durch Maßnahmen der Entwicklungshilfe eine Stabilisierung von Nordafrika unterstützt werden müsse.
Musterresolution zur Asyl- und Flüchtlingspolitik:
Der CSU-Ortsverband Herzogenaurach bekennt sich uneingeschränkt zum Grundrecht auf Asyl und zur Genfer Flüchtlingskonvention. Menschen, die auf der Flucht vor politischer Verfolgung oder vor Krieg oder Bürgerkrieg zu uns kommen, verdienen unseren Schutz und unsere Unterstützung.
Die gestiegenen und weiter steigenden Asylbewerberzahlen stellen die Städte, Gemeinden und Landkreise aber vor immer größere Herausforderungen. Neben der Bereitstellung angemessenen Wohnraums und der verwaltungsmäßigen Betreuung gilt es, das Miteinander der Flüchtlinge und der Bevölkerung vor Ort durch verschiedenste Integrations- und Bildungsangebote zu ermöglichen. Auch dank des ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Bürgerinnen und Bürger kann Herzogenaurach sich als weltoffen und gastfreundlich präsentieren, wo die humanitären Verpflichtungen gegenüber politisch Verfolgten und Flüchtlingen erfüllt werden.
Die schiere Zahl der uns erreichenden Menschen führt unsere Verwaltung und unsere Mitarbeiter inzwischen aber an ihre Belastungsgrenze und teilweise sogar darüber hinaus. Dabei nehmen wir mit Sorge wahr, dass beträchtliche Ressourcen auch für jene aufgewendet werden müssen, deren Schutzersuchen vorhersehbar abgelehnt werden und die nach den geltenden Gesetzen kein Bleiberecht in unserem Land haben. Wenn es nicht gelingt, die Zahl dieser Antragsteller zu drosseln und die Verfahren zu verkürzen, laufen wir Gefahr, viele freiwillige kommunale Leistungen im Bereich der Daseinsvorsorge nicht oder nicht mehr im bisherigen Umfang erbringen zu können. Solche Einschnitte drohen aber die Akzeptanz der Bevölkerung für die Aufnahme und Versorgung der Asylbewerber und und Flüchtlinge insgesamt in Frage zu stellen. Soweit darf es nicht kommen.
Die CSU Herzogenaurach unterstützt daher den Einsatz der Bayerischen Staatsregierung für eine Verantwortungsgemeinschaft von EU, Bund und Ländern. Wir begrüßen ausdrücklich die von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder am 18. Juni 2015 erzielten Übereinkünfte:
Diese Beschlüsse weisen in die richtige Richtung. Allein werden sie aber nicht ausreichen, den drohenden Leistungskollaps der Kommunen abzuwenden.
Wir stellen uns daher geschlossen hinter die Protokollerklärung der Bayerischen Staatsregierung:
„Zur Bewältigung der enormen Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen kommt der EU eine Schlüsselrolle zu. Bayern fordert deshalb die Bundesregierung über die im Beschluss genannten Maßnahmen hinaus auf, sich bei der EU-Kommission für die Wiedereinführung der Visapflicht für die Staatsangehörigen von Albanien, Serbien, Montenegro, EJR Mazedonien sowie Bosnien und Herzegowina einzusetzen. Bayern fordert zudem die Schaffung von neu zu errichtenden (europäischen) Asylzentren in Nordafrika und die Einsetzung eines EUSonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen sowie die weitere Intensivierung des Kampfes gegen kriminelle Schlepper und Menschenhändler.“
Im Einklang mit der Bayerischen Staatsregierung sprechen auch wir uns
für folgende, weitergehende Maßnahmen aus:
Die CSU Herzogenaurach hat sich in ihrer heutigen Sitzung mit dem Ergebnis des Bürgerentscheids zur StUB auseinandergesetzt und akzeptiert die demokratisch gefällte Entscheidung. Sie muss uns allerdings nicht gefallen.
Wir freuen uns über die gute Wahlbeteiligung und die 75% Zustimmung zum Kreistagsbegehren für die StUB in Herzogenaurach und bedanken uns bei den Herzogenauracher Bürgern.
Dagegen ist aus unserer Sicht das Gesamtergebnis mit 57% Zustimmung zum Bürgerbegehren gegen die StUB eine kurzsichtige, drastisch ausgedrückt eine falsche Entscheidung. Das Wohlergehen des Landkreises Erlangen-Höchstadt hängt letztendlich von der Umlagekraft seiner Gemeinden und damit ein Stückweit von der Wirtschaftskraft der Stadt Herzogenaurach ab. Es genügt eben nicht, Gewerbegebiete entlang der Autobahn auszuweisen, sondern man muss auch die vorhandenen Unternehmen, die den Landkreis stützen und der Landkreisbevölkerung Arbeitsplätze bringen, mit geeigneten Infrastrukturmaßnahmen unterstützen. Dazu gehört der Straßenbau zur Bewältigung des Individualverkehrs genauso wie die Schaffung eines leistungsfähigen ÖPNV. Dabei ist erfahrungsgemäß die Schiene das Rückgrat. Um negative Auswirkungen des Bürgerentscheids zumindest von Herzogenaurach fernzuhalten, müssen aus Sicht der CSU Herzogenaurach sämtliche Möglichkeiten ausgelotet werden, wie wir eine Schienenanbindung von Herzogenaurach an den Großraum -unter Berücksichtigung der finanziellen Leistungsfähigkeit- trotz des negativen Gesamtergebnisses verwirklichen können.
Mit freundlichen Grüßen
Antje Körner
Ortsvorsitzende